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FAZ plus ArtikelAntisemitismus in Amerika

Zwischen Donald Trump und Ilhan Omar

Von Majid Sattar, Washington
 - 09:05
Die beiden Demokratinnen Ilhan Omar (links) und Rashida Tlaib (rechts)

Im Februar dieses Jahres gab Nancy Pelosi, die „Sprecherin“ des Repräsentantenhauses in Washington, mit der gesamten Fraktionsführung der Demokraten eine Erklärung ab, in der Ilhan Omar, eine Abgeordnete aus den eigenen Reihen, für eine Äußerung scharf verurteilt wurde. Die Muslimin aus Minnesota, einst als Flüchtling aus Somalia nach Amerika gekommen, hatte suggeriert, dass die Unterstützung Israels durch Washington erkauft sei. Der Tweet „Es dreht sich alles um die Benjamins“ benutze ein „antisemitisches Stereotyp“ und sei „zutiefst beleidigend“, stellte die Fraktionsführung fest. Ein Porträt Benjamin Franklins schmückt den Hundert-Dollar-Schein.

Im März verabschiedete dann die erste Kongresskammer eine Resolution, in der wiederum eine Äußerung Omars missbilligt wurde. Diesmal hatte die junge Frau gesagt, dass proisraelische Interessenvertreter amerikanische Politiker „zu einer Loyalität für ein anderes Land drängen“. Auch weil die Beschlussvorlage von den Republikanern eingebracht worden war, stimmten die Demokraten gespalten ab. Omars Fraktionskollegin aus Detroit, Rashida Tlaib, eine Muslimin palästinensischer Herkunft, hatte sich kurz zuvor ganz ähnlich geäußert: In ihrer Kritik an einer Senatsresolution, in der die gegen Israel gerichtete Boykottbewegung BDS verurteilt wurde, warf sie den Initiatoren Ted Cruz und Jim Risch vor, sie hätten vergessen, „welches Land sie repräsentieren“.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Sattar, Majid (sat.)
Majid Sattar
Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.
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