Arktis-Gipfel

Lawrow und Blinken planen separates Treffen

12.05.2021
, 19:43
Reykjavik
Russlands Außenminister und sein amerikanischer Amtskollege wollen laut Moskau über „Schlüsselfragen der beidseitigen Beziehungen und der internationalen Agenda“ sprechen.
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Russlands Außenminister Sergej Lawrow und sein US-amerikanischer Kollege Antony Blinken wollen sich am Rande eines Arktis-Gipfels in der kommenden Woche persönlich treffen. Bei einem Telefongespräch sei für den 20. Mai ein separates Gespräch verabredet worden, bei dem es um „Schlüsselfragen der beidseitigen Beziehungen und der internationalen Agenda“ gehen solle, teilte das russische Außenministerium am Mittwoch mit. Das Außenministerium in Washington bestätigte das geplante Treffen.

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Bereits zuvor war damit gerechnet worden, dass die beiden Chefdiplomaten bei dem Ministertreffen des Arktischen Rates in der isländischen Hauptstadt Reykjavik über ein mögliches Treffen zwischen ihren Präsidenten Wladimir Putin und Joe Biden sprechen könnten. Biden hatte Putin angesichts erheblicher Spannungen zwischen beiden Staaten ein Gipfeltreffen in einem Drittland vorgeschlagen, nach seinen Vorstellungen im Sommer in Europa. Mitte Juni wird er unter anderem wegen eines Nato-Gipfels nach Europa kommen.

Der Kreml hat bislang offengelassen, ob Putin die Einladung annimmt. Im März hatte Biden in einem Gespräch mit dem Sender ABC News die Frage bejaht, ob er Putin für einen Mörder halte. Die Beziehungen zwischen den beiden Präsidenten werden unter anderem vom Ukraine-Konflikt, dem Pipeline-Projekt Nordstream 2 sowie Russlands Umgang mit dem inhaftierten Kreml-Kritiker Alexej Nawalnyj belastet

Mit dem Ministertreffen in Reykjavik endet der zweijährige Vorsitz von Island über das wichtigste Forum zur Zusammenarbeit in der Arktis, der nun für die kommenden beiden Jahre an Russland übergeht. Bei dem Treffen, das alle zwei Jahre zusammenkommt, soll ein Überblick gewährt werden, was der Rat unter isländischer Ägide erreicht hat. Dem Arktischen Rat gehören neben Russland und den USA auch Dänemark, Finnland, Island, Kanada, Norwegen und Schweden an.

Quelle: lohe./dpa
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