FAZ plus ArtikelBericht des Weltklimarats

Warum sich Australien keine Klima-Vorschriften machen lassen will

Von Till Fähnders, Singapur
12.08.2021
, 07:48
Premierminister Scott Morrison, hier während der Fragestunde im Parlament, hält an seinem Kurs in der Klimapolitik fest.
Buschbrände, Dürren, Überschwemmungen: Australien bekommt die Folgen der globalen Erwärmung deutlich zu spüren. Aber die Regierung in Canberra ficht das nicht an. Sie setzt weiter auf Kohle.
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Regierungschefs und Politiker anderer Industrieländer bezeichneten den jüngsten Bericht des Weltklimarats (IPCC) als „Weckruf“. Damit gestanden sie indirekt auch die Versäumnisse der eigenen Klimapolitik ein. Nicht so Australiens Premierminister Scott Morrison. Der Politiker aus der konservativen Liberal Party verwies nach der Veröffentlichung des Berichts auf die Rolle der Entwicklungsländer, die ihm zufolge für zwei Drittel der globalen CO2-Emissionen verantwortlich zeichneten.

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Insbesondere zeigte Morrison mit dem Finger auf China, ein Land, mit dem Australien derzeit ein angespanntes Verhältnis unterhält. Dass auch Australien mehr für den Klimaschutz tun muss, wollte der Regierungschef dagegen nicht einräumen. „Ich werde im Namen von Australiern keinen Blankoscheck für Ziele ohne Pläne unterschreiben“, sagte Morrison in einer ersten Reaktion auf den Bericht.

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Quelle: F.A.Z.
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Till Fähnders
Politischer Korrespondent für Südostasien.
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