FAZ plus ArtikelBelarus und die EU

Lukaschenkos übles Spiel mit den Migranten

Von Gerhard Gnauck
12.09.2021
, 23:22
Migranten am 1. September unweit des polnischen Dorfes Usnarz Górny
Der belarussische Diktator instrumentalisiert Menschen, um der EU zu drohen. Zwischen Minsk und Warschau tobt eine Propagandaschlacht. Und Russland kann sich freuen.
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Rustamas Liubajevas hatte lange Zeit einen ruhigen Job. Der Beamte ist Chef des Grenzschutzes in Litauen. Das Land war 2004 der EU und der NATO beigetreten und schien damit einer sicheren Zukunft entgegenzugehen. Die neue Ostgrenze der EU wurde – anders als von manchen deutschen Politikern befürchtet – kein „Einfallstor“ für Migranten. Aber in diesem Sommer hat sich dort alles geändert. Litauen, Lettland und jetzt auch Polen sind im Krisenmodus. Was ist geschehen?

An Litauens westlichem Grenzfluss, der Memel, wo früher Deutschland begann und heute ein Teil Russlands beginnt, hatte jahrzehntelang Ruhe geherrscht. 2014 besetzte Russland die Krim, 2016 überquerten plötzlich Tausende Migranten aus dem Mittleren Osten Russlands Grenze zu Norwegen – an der Memel blieb es ruhig. Nur das Misstrauen wuchs. Für alle Fälle baute Litauen hier, an Stellen, wo der Fluss nicht ausreichte, einen Grenzzaun mit Überwachungstechnik.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Gnauck, Gerhard
Gerhard Gnauck
Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.
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