FAZ plus ArtikelFahndung in Belgien

Ein Gefährder, der Panzerfäuste mit nach Hause nahm

Von Thomas Gutschker, Brüssel
20.05.2021
, 20:28
Mitglieder der belgischen Armee und Polizei am Nationalpark Hoge Kempen am Donnerstag
Belgiens Sicherheitsbehörden fahnden nach einem Berufssoldaten, der wegen seiner rechtsextremistischen Gesinnung schon als Gefährder beobachtet wurde. Er will „das Regime und die Virologen angreifen“.

„Wie kann es sein, dass jemand Zugang zu Waffen hatte und sie mitnehmen konnte, der von den Sicherheitsdiensten als Person mit extremistischen Vorstellungen geführt wird und sogar schon Drohungen ausgesprochen hat?“ Gute Frage. Alexander De Croo hat sie am Mittwoch aufgeworfen, der belgische Premierminister.

Das ganze Land stellt sie sich, seit ein schwer bewaffneter Berufssoldat Anfang der Woche untertauchte und in einem Brief ankündigte, er werde „das Regime und die Virologen angreifen“. Am Donnerstag suchten schwer bewaffnete Sondereinheiten von Polizei und Armee den dritten Tag in Folge nach dem Mann aus der Provinz Limburg im Dreiländereck mit den Niederlanden und Deutschland. Mehrfach berichteten Reporter und Ohrenzeugen von Schüssen im Nationalpark Hoge Kempen, doch zunächst wurde niemand festgenommen.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Gutschker, Thomas
Thomas Gutschker
Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot