FAZ plus ArtikelBeziehungen zu den Taliban

Pakistans doppeltes Spiel in Afghanistan

Von Alexander Haneke
07.11.2021
, 16:16
Reger Betrieb: Szenen von der pakistanisch-afghanischen Grenze
Pakistan spielt in Afghanistan eine undurchsichtige Rolle. Wie viel Einfluss hat sein Geheimdienst auf die Taliban? Islamabad sieht sich zu Unrecht am Pranger.
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Möglicherweise bekämpfe man den falschen Feind im falschen Land, kommentierte Richard Holbrooke einst die Bemühungen seines Landes, der Taliban in Afghanistan Herr zu werden. Der erfahrene Diplomat war damals amerikanischer Sondergesandter für Afghanistan und Pakistan und brachte auf den Punkt, was viele in Washington dachten: dass der eigentliche Grund, warum Afghanistan trotz des immensen Militäreinsatzes und der Milliarden, die die NATO-Staaten investierten, nicht zur Ruhe komme, Pakistan und dessen mächtiger Militärgeheimdienst Inter-Services Intelligence (ISI) seien.

Zahlreiche Details legen eine Nähe Pakistans und seines Geheimdienstes zu den Taliban nahe. Der oberste Führungsrat der Islamisten wurde über Jahre Quetta-Schura genannt nach der pakistanischen Stadt, in der er zusammenkam. Taliban brachten ihre Familien ins Nachbarland und ließen sich in pakistanischen Krankenhäusern behandeln. Mullah Mansur, der zweite Emir der Taliban, wurde 2016 im Süden Pakistans durch eine amerikanische Drohne getötet.

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Autorenporträt / Haneke, Alexander
Alexander Haneke
Redakteur in der Politik.
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