FAZ plus ArtikelBritischer Premierminister

Boris Johnson ist nicht am Ende

EIN KOMMENTAR Von Jochen Buchsteiner, London
28.11.2021
, 11:15
Boris Johnson am 24. November im britischen Unterhaus
Johnsons politisches Wirken ist zuverlässig begleitet von Kapriolen und Unbedachtheiten. Nicht erst nach einer missratenen Rede zweifeln viele an seiner Eignung als Premierminister. Doch seine Machtbasis ist solide.
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Sind Sie okay?“, fragte ein Journalist, nachdem der Premierminister vor ranghohen Wirtschaftsvertretern von Peppa Wutz geschwärmt, sich mit Moses verglichen und für lange Zeit den Faden verloren hatte. Im Stillen stellen sich viele die Frage, ob Boris Johnson für das Amt geeignet ist, nicht erst seit seiner missratenen Rede vor dem britischen Industrieverband. Sein politisches Wirken ist zuverlässig begleitet von Kapriolen und Unbedachtheiten, vollmundigen Ankündigungen und spektakulären Kehrtwenden.

Als Außenminister bezeichnete er den türkischen Staatspräsidenten in einem Limerick als „Wichser“, als Premierminister verlachte er das Völkerrecht und trat in Krankenhäusern ohne Corona-Maske auf. Viele Briten schämen sich für den Hausherrn der Downing Street, und doch lässt sich auf die Frage des Journalisten nur antworten: Ja, er ist okay.

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Quelle: F.A.S.
Jochen Buchsteiner - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Jochen Buchsteiner
Politischer Korrespondent in London.
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