FAZ plus ArtikelBritische Regierung

Johnsons Corona-Krise

Von Jochen Buchsteiner, London
21.04.2020
, 10:48
Boris Johnson steigt nach seiner Covid-19-Erkrankung langsam wieder ins politische Geschäft ein. Doch der Umgang seiner Regierung mit dem Virus stößt auf viel Kritik.

Noch erholt sich Boris Johnson auf dem Landsitz der Regierung in Chequers von seiner Covid-19-Erkrankung, aber vereinzelt führt er schon wieder Gespräche mit Mitarbeitern und Ministern. Viel Gutes erfährt er nicht von ihnen. Während die Infektions- und Totenzahlen noch immer wenig Anlass zum Aufatmen bieten, wächst der Ärger über die mangelnde Ausstattung mit medizinischer Schutzbekleidung. Zugleich nimmt die öffentliche Kritik an Johnsons frühem Krisenmanagement zu – und dann zeigt auch noch die bisher demonstrierte Einigkeit des Kabinetts erste Risse.

Mit offiziell mehr als 16.000 Todesfällen, die auf Covid-19 zurückgeführt werden, gehört das Königreich zu den traurigen Spitzenreitern in Europa. Addiert man die geschätzte Zahl von Corona-Opfern in Pflegeheimen (bis zu 7500), könnte das Land Frankreich, Spanien und vielleicht sogar Italien überrundet haben. Zuletzt sank die Zahl der Toten am Tag auf unter 600, aber Fachleute sprechen noch nicht von einer Trendwende. Eine solche zeigen auch die registrierten Neuinfektionen nicht. Deren Zahl schwankt seit zwei Wochen zwischen 4000 und 6000 am Tag.

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Quelle: F.A.Z.
Jochen Buchsteiner - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Jochen Buchsteiner
Politischer Korrespondent in London.
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