Verlegung ins Hauptquartier

Bundeswehr zieht aus Kundus ab

24.11.2020
, 19:45
Bundeswehrsoldaten im Oktober 2013 im Feldlager Kundus
Rund 100 Soldaten sollen nach Mazar-e-Sharif verlegt werden. Dort ist das nördliche Hauptquartier der Nato-Mission „Resolute Support“ in Afghanistan. Das Camp in Kunduz soll bestehen bleiben.
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Die Bundeswehr zieht in den nächsten Wochen aus dem afghanischen Kundus ab. Die etwa 100 dort stationierten Soldaten sollen in das nördliche Hauptquartier der Nato-Ausbildungsmission „Resolute Support“ in Mazar-e-Sharif verlegt werden. Dies teilte das Einsatzführungskommando in Geltow bei Potsdam am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Das an ein afghanisches Feldlager angebundene deutsche „Camp Pamir“ in Kundus soll aber bestehen bleiben. Je nach Bedarf sollen künftig Beraterteams dorthin geflogen werden, um dem Ausbildungsauftrag weiter nachzukommen.

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Eine ständige Bundeswehrpräsenz in Kundus wird es aber nicht mehr geben. Insgesamt sind 1250 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan stationiert, der größte Teil davon in Mazar-e-Sharif. Der dritte Standort ist die Hauptstadt Kabul.

Die Abzugs-Entscheidung für Kundus wurde nach dpa-Informationen bereits im Spätsommer von der militärischen Führung des Nato-Einsatzes in Kabul getroffen. Mit der vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump vergangene Woche beschlossenen Beschleunigung des Abzugs der amerikanischen Truppen aus Afghanistan hat sie also nichts zu tun. Bis zum 15. Januar soll die amerikanische Truppenstärke von etwa 4500 auf 2500 Soldaten reduziert werden. Nur fünf Tage später, am 20. Januar, soll Trump vom Wahlsieger Joe Biden abgelöst werden.

Die Vereinigten Staaten hatten mit den militant-islamistischen Taliban Ende Februar ein Abkommen unterzeichnet, das den schrittweisen Rückzug aller amerikanischen und Nato-Streitkräfte bis Ende April 2021 in Aussicht stellt. Die Taliban verpflichteten sich zu Friedensgesprächen mit der Regierung in Kabul, die im September aufgenommen wurden. Der Prozess geriet im Streit um Verfahrensfragen jedoch ins Stocken.

Quelle: dpa
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