FAZ plus ArtikelChinas Covid-Politik

Kontakt mit dem Ausland ist ansteckend

Von Friederike Böge, Peking
16.10.2021
, 09:22
Geschlossene Check-In-Schalter am internationalen Flughafen von Hongkong in einer Aufnahme vom 2. Februar 2021
Chinas Führung hält an einer strengen No-Covid-Politik fest. Das hat nicht nur mit der Seuche zu tun. Der Kampf gegen Covid dient als Grund für Abschottung und noch mehr Kontrolle.
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Als in der chinesischen Region Xinjiang vor einigen Tagen zwei Coronafälle der Delta-Variante gemeldet wurden, ließen die lokalen Behörden tagelang die Autobahnen, den Flughafen und den Bahnhof der Distrikthauptstadt Yining sperren. Es war die Zeit der großen Ferien. Viele Touristen saßen fast 40 Stunden an zwei Maut-Stationen fest. Sie durften ihre Heimfahrt nur unter der Bedingung fortsetzen, dass sie an einem 250 Kilometer entfernten Ort der dünn besiedelten Region einen Coronatest absolvierten.

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Das ist nur das jüngste Beispiel für die strikten Maßnahmen, mit denen Chinas Behörden die Null-Covid-Strategie des Landes durchsetzen. Während Australien und Neuseeland sich gerade von dieser Strategie verabschiedet haben, scheint die chinesische Führung längerfristig daran festhalten zu wollen. Etliche Städte wurden gerade aufgefordert, Massenunterkünfte zu errichten, in denen Einreisende aus dem Ausland ihre obligatorische dreiwöchige Quarantäne absolvieren sollen. Die erste Einrichtung dieser Art, mit 5000 Zimmern, soll in Kürze in Guangzhou eröffnet werden.

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Quelle: F.A.Z.
Friederike Böge
Friederike Böge
Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.
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