Corona

EU-Impfnachweise ohne Booster künftig nur noch neun Monate gültig

21.12.2021
, 12:26
Impfzertifikat und digitaler Impfnachweis
Impfzertifikate verlieren künftig ihre Gültigkeit nach neun Monaten für Menschen, die sich nicht boostern lassen. Die Entscheidung tritt am 1. Februar in Kraft, wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte.
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Ohne Booster werden EU-Impfzertifikate künftig neun Monate nach der Grundimmunisierung ungültig. Das teilte die EU-Kommission in Brüssel am Dienstag mit. Die Regelung, die am 1. Februar in Kraft treten soll, war schon mit den EU-Staaten abgestimmt worden und wird auch im jüngsten Gipfelbeschluss erwähnt. Theoretisch können die EU-Länder noch ein Veto einlegen, was aber als so gut wie ausgeschlossen gilt.

Auffrischungsimpfungen werden demnach spätestens sechs Monate nach der vollständigen Impfung empfohlen. Das Impfzertifikat soll aber drei weitere Monate gültig sein, bevor es abläuft, damit man genug Zeit hat, sich eine Auffrischungsimpfung zu holen.

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Der EU-Impfnachweis besteht aus einem QR-Code, der direkt nach der Impfung in Praxen und Impfzentren erstellt wird oder nachträglich in Deutschland etwa in Apotheken erhältlich ist. Der Code ist in einer Smartphone-App darstellbar und kann digital ausgelesen werden. Die Codes werden trotz verschiedener Apps der einzelnen Länder überall in der EU erkannt und erleichtern auf Reisen Nachweise über Impfungen, frische Tests und kürzlich überstandene Infektionen mit dem Coronavirus.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula der Leyen hatte bereits nach dem EU-Gipfel vergangene Woche angekündigt, dass ihre Behörde zeitnah eine Regelung mit Blick auf den EU-Impfnachweis vorlegen werde. Vor der diesjährigen Sommersaison hatten sich die EU-Länder und das EU-Parlament auf die letzten Details der europaweiten Zertifikate geeinigt. Sie werden mittlerweile in zahlreichen Ländern auch außerhalb der EU anerkannt.

In Deutschland haben inzwischen mindestens 27,1 Millionen Menschen eine Auffrischungsimpfung gegen das Corona-Virus bekommen. Das geht aus den am Dienstag veröffentlichten Zahlen des Impf-Dashboards des Gesundheitsministeriums hervor. Mindestens 58,5 Millionen Menschen sind demnach bisher zweifach geimpft oder haben die Einmal-Impfung von Johnson & Johnson erhalten. Das sind 70,4 Prozent der Gesamtbevölkerung.

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Auf dem Dashboard wird darauf hingewiesen, dass die Impfquoten als Mindestimpfquoten zu verstehen seien, „da eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem nicht erreicht werden kann“. Das Robert-Koch-Institut gehe davon aus, dass die tatsächliche Impfquote bis zu fünf Prozentpunkte höher liege.

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Bund und Länder beraten über Maßnahmen

Im Schnitt sind in den vergangenen sieben Tagen 1,1 Millionen Impfungen pro Tag verabreicht worden. Am Montag waren es 872.000, der Großteil davon Auffrischungsimpfungen (717.000). Die bisher meisten Impfungen an einem Tag gab es den Angaben zufolge am vergangenen Mittwoch mit insgesamt 1,6 Millionen Dosen. Im November war das Ziel formuliert worden, bis zum Jahresende 30 Millionen Impfungen zu schaffen.

Das Robert-Koch-Institut hatte mit 23.428 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden zuletzt weiter leicht zurückgehende Corona-Zahlen für Deutschland gemeldet. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank von 316 am Vortag auf nun 306,4. Wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante und der in vielen Ländern rasant steigenden Ansteckungszahlen wollen die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Nachmittag jedoch über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beraten.

Quelle: FAZ.NET
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