FAZ plus ArtikelCorona-Lockerungen vertagt

Hat Johnson die Delta-Mutante unterschätzt?

Von Jochen Buchsteiner, London
15.06.2021
, 14:25
Der britische Premierminister Boris Johnson am Montag in Brüssel.
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Nach dem verschobenen „Tag der Freiheit“ steht Boris Johnson in der Kritik. Der britische Premier habe zu spät auf die Virus-Mutante aus Indien reagiert, sagen manche. Andere fürchten, die Rückkehr zur Normalität falle in diesem Jahr komplett aus.
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Die Lockdown-kritische Zeitung Daily Telegraph vermeldete die vierwöchige Verschiebung des letzten Öffnungsschritts mit bitterer Ironie: „Es ist der 19. Juli … wenn er es denn ist“, hieß es am Dienstag auf der Titelseite. Ähnlich deprimiert äußerten sich andere Blätter, denen die Vorsicht der Regierung schon lange zu weit geht. Die Daily Mail fasste die Erklärung von Premierminister Boris Johnson auf ihrer ersten Seite in dem (nie gefallenen) Satz zusammen: „Die Einschränkungen könnten weiter und weiter gehen“.

Die Enttäuschung vieler Briten über den Aufschub des „Freedom Day“ korrespondiert allerdings mit grimmiger Zustimmung auf Seiten derer, die Johnson von Anbeginn als zu laschen Krisenmanager betrachtet haben. In den linksliberalen Zeitungen und bei der Opposition wird der Premierminister verantwortlich erklärt für die angeblich unumgängliche Verlängerung der letzten noch geltenden Auflagen.

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Jochen Buchsteiner - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Jochen Buchsteiner
Politischer Korrespondent in London.
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