FAZ plus ArtikelImmer neue Höchstzahlen

Wie das Coronavirus in Indien wütet

Von Till Fähnders
26.04.2021
, 08:08
Das hinduistische Fest  „Kumbh-Mela“ fand  am 14. April ohne Beschränkungen statt.
In Indien steigt die Zahl der Infektionen so stark wie nirgends sonst. Für viele führt der Weg aus dem Krankenhaus direkt in die Leichenhalle. Dabei galt die Pandemie in Indien schon als überwunden.
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In Indiens Hauptstadt Delhi, einem Moloch mit elf Millionen Einwohnern, gibt es ein Krankenhaus, das nur Coronavirus-Patienten behandelt. Das Lok Nayak Hospital im Norden der Stadt ist ein großer Backsteinbau. Am Eingang zeigt ein Schild an, dass alle 1500 Betten belegt sind. Außerhalb der Krankenhausmauern liegen mehrere Familien auf Matten und Decken, die sie auf dem Steinboden ausgebreitet haben. Sie wollen in der Nähe ihrer Angehörigen bleiben. So wie Rajwati, die um ihre schwangere Tochter bangt. „Ich bleibe hier, bis sie entlassen wird“, sagt die Mutter.

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In einem der Höfe des Krankenhauses gibt es einen Anmeldeschalter, an dem die Angehörigen Mahlzeiten und persönliche Gegenstände für ihre Familienmitglieder abgeben können. Drinnen sind keine Besucher zugelassen. An dem Schalter steht an diesem Tag Ram Avtar, der Vater eines Patienten, mit seinem Neffen. Die beiden Männer erkundigen sich nach Jitender Kumar. Der 37 Jahre alte Arbeiter einer Metallfabrik in der Stadt Jaipur war vor zehn Tagen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er war aus Anlass einer Hochzeit in der Familie nach Delhi gereist.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Fähnders, Till (fäh.) (Bild)
Till Fähnders
Politischer Korrespondent für Südostasien.
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