FAZ plus ArtikelWissenschaftler rätseln

Hat Indien schon eine Herdenimmunität erreicht?

Von Till Fähnders, Singapur
24.02.2021
, 06:32
Indien sucht nach den Gründen für die wenigen Corona-Fälle im Land. Dennoch droht auch hier jetzt eine zweite Welle. Liegt es daran, dass sich die Menschen schon ein zweites Mal anstecken?

Der Ministerpräsident des westindischen Bundesstaats Maharashtra bediente sich einer schiefen Metapher, um den Ernst der Lage auf den Punkt zu bringen. Eine „zweite Welle“, sagte Uddhav Thackeray, „ist zwar noch nicht da, aber klopft an die Tür“. Er mahnte die Bevölkerung, sie müsse sich an die Vorsichtsmaßnahmen halten, oder sich auf einen neuen Lockdown einstellen. „Wir werden in den kommenden zwei Wochen wissen, ob die zweite Welle tatsächlich kommt“, sagte er.

Schon in dieser Woche verschärften einige Gebiete in seinem Verwaltungsgebiet die Maßnahmen. Allerdings ist der Bundesstaat mit mehr als 112 Millionen Einwohner nicht der einzige in Indien, in dem die Corona-Fälle seit kurzem wieder zunehmen. Auch die Staaten Punjab, Chhattisgarh, Madhya Pradesh und Kerala klagen über eine hohe Zahl Neuinfektionen. Die Zentralregierung unter Ministerpräsident Narendra Modi hat die fünf Bundesstaaten aufgefordert, unter anderem die Zahl der Tests zu erhöhen. Über die genauen Ursachen sind sich die Wissenschaftler noch unsicher. Unter anderem wird befürchtet, dass neue Mutanten eine Rolle spielen könnten.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Fähnders, Till (fäh.) (Bild)
Till Fähnders
Politischer Korrespondent für Südostasien.
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