FAZ plus ArtikelSchweizer Corona-Politik

„Wir akzeptieren, dass sich viele Ungeimpfte anstecken werden“

Von Johannes Ritter, Zürich
26.11.2021
, 11:45
Protest ohne Masken in Zürich: Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in der Schweiz
Vor der Abstimmung zum Covid-19-Gesetz an diesem Sonntag hält sich die Regierung in Bern zurück. Zu aufgeheizt ist die Stimmung in der Eidgenossenschaft. Kann das gutgehen?
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„Die Situation ist kritisch“, gab der Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset Mitte dieser Woche auf einer Pressekonferenz zur Pandemielage zu Protokoll. Dabei bezog sich der Sozialdemokrat auf den rasanten Anstieg der Corona-Neuinfektionen in der Eidgenossenschaft, der sich in einer noch etwas höheren Sieben-Tage-Inzidenz als in Deutschland spiegelt. Am Freitag lag der Wert bei 502 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen Wochenfrist.

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Trotzdem sieht sich die Regierung in Bern nicht dazu veranlasst, die Maßnahmen im Kampf gegen das Virus zu verschärfen. „Das entscheidende Kriterium ist die Belegung der Intensivstationen“, begründete Berset das Laissez-faire. Bisher seien die Intensivstationen erst zu 75 Prozent ausgelastet und zu 20 Prozent mit Covid-19-Patienten besetzt. Das rechtfertige keine zusätzlichen nationalen Maßnahmen. Stark betroffene Kantone, in denen normale Operationen wegen der Corona-Patienten bereits verschoben werden müssen, könnten ja eigenständig die Zügel anziehen.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Ritter, Johannes
Johannes Ritter
Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.
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