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Wie Frankreich die Impfskeptiker überzeugte

Von Michaela Wiegel, Paris
16.11.2021
, 07:31
 Unmittelbarer Effekt: Schon kurz nach Macrons Ankündigung des Gesundheitspasses füllten sich die Impfzentren, hier in Perpignan
Frankreich ist vom Nachzügler in der Impfkampagne ins Spitzenfeld aufgestiegen. Präsident Emmanuel Macron hat sich von Protesten nicht beeindrucken lassen.
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Napoleon Bonaparte hat es vorgemacht. Um die Impfskeptiker zu überzeugen, ließ er am 11. Mai 1811 seinen Sohn vor den Augen des Hofes impfen. Mit dem öffentlichen Piks für den Kronprinzen begann eine groß angelegte, kostenlose Impfkampagne, damals gegen Pocken. Emmanuel Macron hat keine leiblichen Kinder und keinen politischen Kronprinzen. Aber der Präsident führte in den vergangenen Monaten vor, dass politischer Wille die Einstellung der Bürger verändern kann. Mit einer Mischung aus Überzeugungsarbeit, Anreizen und Druck ist Frankreich vom Nachzügler in das europäische Spitzenfeld beim Impfschutz gelangt.

Die Folgen der erfolgreichen Impfkampagne machen sich jetzt bemerkbar: Obwohl die Inzidenzwerte ebenfalls steigen, sind die Intensivstationen nicht ausgelastet. Frankreich muss keine Operationen absagen. Der Rechtsrahmen für die Gesundheitsschutzmaßnahmen wurde kürzlich vom Parlament bis zum Sommer 2022 verlängert.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Wiegel, Michaela
Michaela Wiegel
Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.
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