FAZ plus ArtikelG 7 in Cornwall

Brexit-Störgeräusche für Johnson

Von Jochen Buchsteiner, St. Ives
12.06.2021
, 18:49
Eigentlich sollte es beim G-7-Gipfel vor allem um Corona und die Herausforderung durch China und Russland gehen. Doch immer wieder muss sich Gastgeber Boris Johnson auch mit dem Streit mit der EU auseinandersetzen.

Früh am Morgen sprang Boris Johnson ins 13 Grad kalte Meer, um sich, wie britische Journalisten mutmaßten, auf sein Gespräch mit Emmanuel Macron vorzubereiten. Der Samstag ist der Tag der bilateralen Treffen auf den G7-Gipfel, und der französische Präsident gilt im Königreich als der härteste Hund in Europa, wo es um die Fragen des Brexit geht.

Nach dem Gespräch erklärte Johnsons Büro, dass der Premierminister die britische Position zum Nordirland-Protokoll (im Austrittsabkommen) untermauert habe. „Er (Johnson) drückte seinen Wunsch nach Pragmatismus und Kompromissbereitschaft auf allen Seiten aus und unterstrich, dass das Karfreitagsabkommen in allen seinen Dimensionen von höchster Bedeutung ist“. Aus der französischen Delegation hieß es, Macron habe Johnson einen „Reset“, also eine Art Neustart der Beziehungen angeboten – vorausgesetzt er achte das Brexit-Abkommen und „hält sein Wort gegenüber den Europäern“. Übersetzt hieß all das: Man bleibt sich uneins.

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Jochen Buchsteiner - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Jochen Buchsteiner
Politischer Korrespondent in London.
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