FAZ plus ArtikelKirche und Judentum

Der Papst geht demonstrativ auf die Juden zu

Von Matthias Rüb, Bratislava
13.09.2021
, 17:18
Auf Versöhnungskurs: Der Papst in Bratislava
In letzter Zeit ist es zu Missstimmungen zwischen katholischer Kirche und Judentum gekommen. Papst Franziskus nutzt nun seine Besuche in Ungarn und der Slowakei, um einiges geradezurücken.

Gleich zum Auftakt seiner viertägigen Reise nach Ungarn und in die Slowakei hat Papst Franziskus am Sonntag in Budapest beim ökumenischen Treffen mit Vertretern christlicher Bekenntnisse und der jüdischen Gemeinde vor der „Bedrohung durch den Antisemitismus“ gewarnt. Dieser schwele „immer noch in Europa und anderswo“ wie eine Lunte, die es zu löschen gelte. Die geeigneten Instrumente im Kampf gegen diese fortbestehende Bedrohung seien Zusammenarbeit und Geschwisterlichkeit, sagte der Papst.

In Bratislava (Pressburg) traf Franziskus dann am Montag Vertreter der dortigen jüdischen Gemeinde – auf dem Rybné námestie (Fischplatz), wo einst die Reformierte Synagoge stand. Das Gotteshaus wurde von 1893 bis 1895 errichtet, gleich neben dem mächtigen Martinsdom aus dem 15. Jahrhundert. Die unmittelbare Nachbarschaft der beiden Gotteshäuser auf dem Fischplatz galt als wirkmächtiges Symbol für das Zusammenleben der Religionen sowie auch der verschiedenen Ethnien und Kulturen in Pressburg.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Rüb, Matthias (rüb)
Matthias Rüb
Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.
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