FAZ plus ArtikelLuftwaffe im Indopazifik

Warum Deutschland Eurofighter nach Australien und Ostasien schickt

Von Till Fähnders, Singapur
16.08.2022
, 16:13
Vor dem Abflug: Ein deutscher Eurofighter steht am 15. August am Fliegerhorst Neuburg bereit zum Start.
Zum ersten Mal sendet Deutschland Kampfflugzeuge nach Asien und Ozeanien. Mit China soll das angeblich nichts zu tun haben.
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Die deutsche Luftwaffe zeigt Präsenz in Asien und Ozeanien. Gleich zu Beginn der großen Indopazifik-Verlegung mehrerer Kampflugzeuge in die Region gibt es allerdings einen Ausfall. Statt wie geplant sechs Eurofighter sind am Dienstag nur fünf deutsche Kampfflugzeuge auf der Paya Lebar Airbase in Singapur gelandet. Eines der Flugzeuge hatte beim Zwischenstopp in Abu Dhabi Probleme mit der Hydraulik und konnte deshalb nicht starten. Die Luftwaffe hofft nun, dass das Flugzeug rechtzeitig zum Beginn einer Militärübung am Montag in Australien nachkommen wird. „Wenn man sich vorstellt, wie komplex so ein Kampflugzeug ist, da kann es schon mal vorkommen, dass wir einen technischen Defekt haben. Wir bleiben da völlig gelassen“, sagt der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, nach dem Eintreffen der übrigen Flugzeuge in Singapur.

Der Inspekteur hatte zuvor davon gesprochen, es handele sich um eine der „größten und herausforderndsten Verlegungen, die es je in der Luftwaffe gegeben hat“. Dies zeigte sich durch den Ausfall eines Flugzeugs bei der „Rapid Pacific 2022“ genannten Verlegung schon zum Auftakt. Immerhin haben die fünf übrigen Eurofighter des Luftgeschwaders 74 den Weg von Neuburg an der Donau nach Singapur wie geplant in weniger als 24 Stunden geschafft. Vier Transporter des Typs A400M und drei Tankflugzeuge des Typs A330 begleiten sie. Sie führen 100 Tonnen Material mit. Die 12.800 Kilometer lange Route führte zunächst nach Abu Dhabi, über den Golf von Oman nach Indien, wo ein Gewitter tobte, über den Golf von Bengalen bis in den südostasiatischen Stadtstaat. Im gesamten Verlauf der geplanten Reise werden die Eurofighter etwa 200 Mal in der Luft aufgetankt.

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Till Fähnders
Politischer Korrespondent für Südostasien.
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