FAZ plus ArtikelBidens Probleme

Ein Update für Amerika

EIN KOMMENTAR Von Klaus-Dieter Frankenberger
02.05.2021
, 10:47
Präsident Biden in einer Rede vor dem Kongress am 28. April
Der amerikanische Präsident Joe Biden hat hohe Zustimmungswerte. Doch an der Spaltung seines Landes konnte er bisher nichts ändern.
ANZEIGE

Die Zustimmungswerte zur Amtsführung von Präsident Joe Biden, der jetzt die ersten hundert Tage hinter sich hat, sind nicht schlecht. Sie liegen zwischen 52 und 58 Prozent. Das ist zwar weniger, als für die Umfragestars Reagan und Obama zum vergleichbaren Zeitpunkt gemessen wurde, aber deutlich mehr als für seinen Amtsvorgänger Trump. Der war eigentlich nie aus dem demoskopischen Tal herausgekommen. Dennoch hatten 74 Millionen Amerikaner für seine Wiederwahl gestimmt! Viele von diesen Wählern halten Biden nach wie vor für einen illegitimen Präsidenten, und nur einer von zehn Wählern der Republikaner ist mit seiner Amtsführung zufrieden. Bei den Demokraten ist es, wie zu erwarten, genau umgekehrt.

Mit anderen Worten: Die Spaltung der amerikanischen Bevölkerung ist so breit und tief wie zuvor. Das von Biden in seiner Rede vor dem Kongress bekräftigte Versprechen, die Amerikaner zu einen, ist so schwer zu erfüllen wie ehedem. Die Republikanische Partei, in der einige führende Leute zwischenzeitlich von den Ereignissen am 6. Januar ehrlich erschüttert wirkten, ist voll auf Obstruktionskurs; die demokratische Regierung hat sich ein Programm auf die Fahnen geschrieben, das mit „links“ korrekt etikettiert ist: Sie will nicht weniger als dem Land einen neuen Sozialvertrag geben.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.S.
  Zur Startseite
Verlagsangebot
ANZEIGE