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Kongresswahlen

Diese Kandidaten haben Geschichte geschrieben

 - 13:15
Sharice Davids (links) jubelt in der Wahlnacht mit ihren Anhängern. Die Demokratin zieht mit Deb Haaland als erste Ureinwohnerin in den Kongress ein. zur Bildergalerie

Das Feld der Kandidaten der Zwischenwahlen war alles andere als eintönig. Ob Ureinwohner, Afroamerikaner, Muslime oder Mitglieder der LGBT-Community – der Anteil der Kandidaten bei den diesjährigen Kongresswahlen mit unterschiedlichen Hintergründen war so hoch wie nie. Zudem haben in diesem Jahr mehr Frauen als je zuvor Sitze im Repräsentantenhaus gewonnen.

1. Die ersten muslimischen Frauen im Kongress: Rashida Tlaib und Ilhan Omar:

Die beiden Kandidatinnen haben den rassistischen Parolen von Donald Trump gegen Muslime getrotzt. Rashida Tlaib aus Michigan und Ilhan Omar aus Minnesota ziehen als erste muslimische Kandidatinnen in den Kongress ein. Beide unterstützen eine progressive Politik. Tlaib, deren Eltern palästinensische Einwanderer sind, trat in ihrem Wahlbezirk ohne republikanischen Gegenkandidaten an.

Omar konnte sich gegen die republikanische Bewerberin Jennifer Zielinski durchsetzen. Die Politikerin übernimmt nun den Sitz des Republikaners Keith Ellison, der als erster Muslim überhaupt in das Repräsentantenhaus gewählt wurde. Sie flüchtete als Kind mit ihrer Familie vor dem Bürgerkrieg in Somalia in die Vereinigten Staaten.

2. Die ersten Ureinwohnerinnen im Kongress: Sharice Davids und Deb Haaland:

Bei den diesjährigen Wahlen haben sich eine Rekordzahl amerikanischer Ureinwohner als Kandidaten aufgestellt. Die beiden demokratischen Kandidatinnen Sharice Davids und Deb Haaland haben es geschafft und konnten am Dienstagabend einen Wahlsieg feiern. Davids ist Mitglied des Ho-Chunk-Stammes und bekennt sich offen zu ihrer Homosexualität. Die Rechtsanwältin bezwang in der republikanischen Hochburg Kansas City den bisherigen republikanischen Mandatsträger. Sie unterstützte als Freiwillige die demokratischen Präsidentschaftskandidaten John Kerry und Barack Obama und konnte dadurch Wahlkampferfahrungen sammeln.

Haalands Mutter gehört dem Stamm der Laguna Pueblo an. Am Dienstag konnte die Demokratin ein zuvor republikanisches Kongress-Mandat in New Mexiko gewinnen. Nach dem Sieg twitterte sie: „Heute Nacht haben wir Geschichte geschrieben.“

3. Die jüngste Frau im Kongress: Alexandria Ocasio-Cortez:

Die 29 Jahre alte Demokratin Alexandria Ocasio-Cortez hat einen rasanten Aufstieg hingelegt. Sie wurde als bisher jüngste Frau in den Kongress gewählt. Ocasio-Cortez, die puerto-ricanische Wurzeln hat, gewann das Mandat in New York. Der Wahlbezirk wird traditionell demokratisch gestellt und umfasst Teile der New Yorker Stadtbezirke Bronx und Queens. Die Politikerin gehört dem linken Parteiflügel der Demokraten an und bezeichnet sich selbst als „demokratische Sozialistin“. Im Sommer diesen Jahres besiegte sie überraschend in einer Vorwahl den alteingesessenen Demokraten Joe Crowley, einen der ranghöchsten Demokraten.

4. Der erste offen homosexuelle Gouverneur: Jared Polis

Die Wahl von Jared Polis ist ein Erfolg für die LGBTQ-Community. Der erfahrene demokratische Politiker Jared Polis hat mit seiner Wahl zum Gouverneur Colorados ein Zeichen für Vielfalt gesetzt, denn Polis bekennt sich offen zu seiner Homosexualität. Er lebt gemeinsam mit seinem Partner, die beiden haben zwei Kinder. Nach der Wahl verkündete er auf Twitter: „Hier träumen wir, wir wagen und wir tun es. Wir haben große Ideen und arbeiten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, um sie Wirklichkeit werden zu lassen.“

Quelle: glog./AFP/dpa
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