FAZ plus ArtikelAntisemitismus in Indonesien

In Jakarta haben sie kein Problem mit Hakenkreuzen

Von Till Fähnders, Singapur
25.06.2022
, 18:33
Eine Frau mit Israelflagge steht vor dem teilweise verhüllten Bild des Kollektivs Taring Padi in Kassel.
Schon vor der Documenta hätte klar sein können, dass Vorurteile gegen Juden in Indonesien verbreitet sind. Sogar von einem Holocaustmuseum distanzierten sich Politiker umgehend.
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Das erste Holocaust-Museum Südostasiens öffnete im Januar dieses Jahres in Indonesien. Zu Gast war die deutsche Botschafterin Ina Lepel. „Wenn wir uns erinnern, dann können wir sehr wachsam sein und handeln, wann immer wir die ersten Zeichen von Hass, Rassismus und Antisemitismus sehen“, sagte die Botschafterin in einem Video über den Hintergrund der Ausstellung.

Doch nur kurze Zeit später attackierten islamische Gruppen und Gelehrte verbal das Museum, seine jüdischen Gründer und die Botschafterin. Der Vizevorsitzende des einflussreichen Islamischen Gelehrtenrats forderte den sofortigen Abriss des Museums und die Einbestellung der deutschen Diplomatin. „Anstelle eines Museums über den Holocaust sollte die Regierung lieber ein Museum eröffnen, das die Kolonialherrschaft der Holländer in Indonesien zeigt“, sagte der Islamgelehrte.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Fähnders, Till (fäh.) (Bild)
Till Fähnders
Politischer Korrespondent für Südostasien.
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