FAZ plus ArtikelEU-Sitz im Sicherheitsrat

Ein Vorstoß in der „Logik Macrons“?

Von Jochen Buchsteiner und Michaela Wiegel
22.09.2021
, 20:51
Sitzung des UN-Sicherheitsrats am 16. August 2021
Ungewöhnlich schnell dementiert Paris die Meldung, Frankreich sei bereit, seinen Sitz im UN-Sicherheitsrat zu teilen. Einzelne glauben jedoch, die Änderung würde zum Präsidenten passen. Auch in Berlin gibt es Sympathien für die Idee.
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Marine Le Pen hat dem französischen Präsidenten am Mittwoch vorgehalten, einen „Verrat an der Nation“ vorzubereiten. Die rechtspopulistische Präsidentschaftskandidatin argwöhnt, dass Emmanuel Macron den ständigen UN-Sicherheitsratssitz Frankreichs zugunsten der EU aufgeben könnte, um die EU-Partner zum Aufbau einer europäischen Armee zu bringen. Den diplomatischen Coup trauen Macron derzeit viele zu, da er nach dem AUKUS-Debakel dringend eine außenpolitische Erfolgsmeldung brauche.

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Der rechtsbürgerliche Präsidentschaftskandidat Xavier Bertrand verlangte in einem Interview in der Zeitung La Provence, den Europäern „die Vertrauensfrage“ zu stellen. „Haben wir eine europäische Verteidigung, ja oder nein? Mit allen Europäern oder nur mit einigen“, fragte Bertrand. Der linke Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Mélenchon befeuerte in den sozialen Netzwerken ebenfalls den Verdacht eines bevorstehenden „Hochverrats“ durch Macron.

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Jochen Buchsteiner - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Jochen Buchsteiner
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Autorenporträt / Wiegel, Michaela
Michaela Wiegel
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