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Edward Snowden

Half Vodafone den Geheimdiensten beim Ausspähen?

 - 22:18

Eine von Vodafone 2012 aufgekaufte Firma hat nach Recherchen mehrerer Medien dem britischen Geheimdiensts GCHQ und seinem amerikanischen Partnerdienst NSA in großem Umfang beim Ausspähen des Datenverkehrs im Internet geholfen. Offenbar sei die Zusammenarbeit des Unternehmens Cable&Wireless Worldwide weit über das gesetzlich gebotene Maß hinaus gegangen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Freitag). Das Blatt beruft sich auf bislang unveröffentlichte Dokumente aus dem Archiv des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden, die „SZ“, NDR, WDR und der britische Sender Channel 4 einsehen konnten.

Demnach half Cable & Wireless dem britischen Geheimdienst dabei, Kunden der Konkurrenz auszuspähen. Offenbar sei das Unternehmen sogar dabei behilflich gewesen, bei fremden Anbietern einzubrechen.

Vodafone teilte dem Rechercheverbund dazu mit, man habe die Geschichte des aufgekauften Unternehmens erforscht und „keinerlei Hinweise“ auf Aktivitäten gefunden, die den Gesetzen in Deutschland, Großbritannien und der EU widersprächen.

In einem anderen Dokument listete der Geheimdienst GCHQ 2009 insgesamt 63 Untersee-Internetkabel auf, die er anzapfen konnte - bei 29 davon sei das fragliche Unternehmen als Abhörhelfer gelistet. Allein im Februar 2009 seien im Gegenzug für den Zugang 6 Millionen Pfund (rund 7,5 Mio Euro) an das Unternehmen geflossen.

Vodafone erklärte den Berichten zufolge, in einigen Fällen sei es möglich, dass Regierungen Aufwandsentschädigungen für „gesetzeskonforme“ Hilfsleistungen zahlten. Profit schlage Vodafone daraus aber nicht.

Quelle: dpa
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