Terror in der Türkei

Tote bei Anschlag in Adana

24.11.2016
, 07:50
Mindestens zwei Menschen sind bei einer Explosion vor dem Gouverneursamt im südtürkischen Adana getötet und 21 verletzt worden. Informationen eines Fernsehsender zufolge, handelte es sich um eine Autobombe.

Bei einem Terroranschlag vor dem Gouverneursamt in der südtürkischen Provinzhauptstadt Adana sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. 21 Menschen seien bei der heftigen Detonation am Donnerstagmorgen auf dem Parkplatz in der Nähe des Eingangs des Amtsgebäudes verletzt worden, sagte Adanas Bürgermeister Hüseyin Sözlü dem Nachrichtensender CNN Türk. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, eine Autobombe sei detoniert. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.

Die türkische Regierung hat die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK für den Anschlag verantwortlich gemacht. Aller Wahrscheinlichkeit nach stecke die PKK hinter der Explosion in der Nähe des Gouverneurssitzes, sagte Arbeitsminister Mehmet Müezzinoglu dem Fernsehsender CNN Turk. Bekannt hat sich bislang niemand zu dem Anschlag.

EU-Minister Ömer Celik teilte nach einem Gespräch mit dem Gouverneur mit, er verurteile den „Terror“, den die Regierung bis zum Ende bekämpfen werde. Auf Twitter sprach Celik von einem „feigen Angriff“ in Adana. Auf Fernsehbildern war zu erkennen, dass die Wucht der Explosion Fensterscheiben in dem mehrstöckigen Gouverneursgebäude zum Bersten brachte. Feuer war zu sehen, Rauch stieg von dem Parkplatz auf. Die Feuerwehr bemühte sich, brennende Autos zu löschen. Straßen um das Amtsgebäude wurden gesperrt.

Die Türkei ist in den vergangenen Monaten von zahlreichen Anschlägen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und ihres Ablegers TAK erschüttert worden, die unter anderem mit Autobomben verübt wurden. Weitere Anschläge wurden der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) zugeschrieben. Wegen der sich verschlechternden Sicherheitslage hatten die Vereinigten Staaten kürzlich die Familien von Mitarbeitern ihres Generalkonsulats aus Istanbul abgezogen.

Quelle: dpa
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