FAZ plus ArtikelFlüchtlinge aus Syrien

Keine Chance auf eine sichere Heimkehr

Von Christoph Ehrhardt, Rainer Hermann und Jochen Stahnke
24.07.2021
, 12:00
Kein Weg zurück: Syrische Flüchtlinge am 17. Juni in der jordanischen Stadt Mafraq nahe der Grenze zu ihrem Heimatland
Angesichts der Krisen in Jordanien, in der Türkei und in Libanon geraten syrische Flüchtlinge unter enormen Druck. Aber eine sichere und würdevolle Rückkehr in ihr Heimatland ist unter der Herrschaft von Assad nicht möglich.

Ibtissam braucht nur ein Wort, um ihr Leben zu beschreiben: „Erniedrigung“, sagt die syrische Frau. Und dann erzählt sie vom täglichen Überlebenskampf als Flüchtling in Libanon. Von ihrem Sohn, der eigentlich zur Schule gehen sollte, aber auf dem Feld arbeitet und auch noch froh darüber sein muss, weil eigentlich kaum jemand mehr Arbeit findet. Von dem jüngeren Sohn im Grundschulalter, der von einer Gruppe einheimischer Jungs verprügelt wurde. Von der Ausweglosigkeit.

Ibtissam stammt aus Idlib, jener Provinz in der nordwestlichen Peripherie Syriens, die früh den Aufstand gegen Baschar al-Assad wagte, jetzt Schauplatz einer humanitären Großkrise ist und in ständiger Gefahr, wieder zum Schlachtfeld zu werden. Seit Jahren schon lebt sie mit ihren fünf Kindern in einem behelfsmäßigen Lager in der libanesischen Kleinstadt Saadnayel in der Bekaa-Ebene. Eigentlich will sie nur weg von dort. „Aber wo soll ich hin?“, fragt sie.

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Quelle: F.A.Z.
Christoph Ehrhardt  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Christoph Ehrhardt
Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.
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Jochen Stahnke
Politischer Korrespondent für Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien mit Sitz in Tel Aviv.
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