FAZ plus ArtikelFrederiksen und Kurz in Israel

Trilaterale Traumfabriken für Impfstoff

Von Thomas Gutschker, Jochen Stahnke und Matthias Wyssuwa
04.03.2021
, 19:57
Die Regierungschefs Österreichs und Dänemarks vereinbaren gemeinsame Projekte mit Israel zur künftigen Impfstoffbeschaffung. Netanjahu kommt das im Wahlkampf gelegen – die Reaktionen in der EU sind kühl.

In einem Fitnessstudio der kleinen Stadt Modiin, auf halbem Wege zwischen dem Flughafen Ben Gurion und Jerusalem gelegen, empfing Benjamin Netanjahu seine beiden Gäste aus Dänemark und Österreich. Kanzler Sebastian Kurz und Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sahen zu, wie Israels Ministerpräsident eine Hantel stemmte und ließen sich die Funktionsweise des grünen Passes zeigen, der zum Eintritt ins Fitnessstudio berechtigte. „Man muss nicht erst warten, bis jeder geimpft ist“, erklärte Netanjahu, bevor sie gemeinsam weiter nach Jerusalem fuhren.

Das trilaterale Treffen in Israel dient den drei kleinen Ländern offiziell dazu, gemeinsam die Erforschung, Entwicklung und Produktion von Impfstoffen zweiter Generation voranzubringen, die auch gegen künftige Mutanten wirken können. Bislang produziert keines dieser Länder einen Impfstoff. Und eine entsprechende Fabrik werde es in Israel wohl auch nicht geben, sagte ein Vertreter des israelischen Gesundheitsministeriums. Es gehe um ein System der gegenseitigen Unterstützung.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Gutschker, Thomas
Thomas Gutschker
Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.
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Jochen Stahnke
Politischer Korrespondent für Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien mit Sitz in Tel Aviv.
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Matthias Wyssuwa - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
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Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.
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