FAZ plus ArtikelLondons Außenpolitik

Großbritanniens Traum von einer internationalen Führungsrolle

Von Jochen Buchsteiner, London
19.09.2021
, 16:54
Britisches Armeespielzeug: Mancher im Königreich wäre so gern wieder Weltmacht.
Im außenpolitischen Establishment des Königreichs träumt man von einer neuen Führungsrolle. Das Sendungsbewusstsein in London sitzt noch immer tief.
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Tagelang hatte man in Downing Street gezittert, ob Boris Johnson während der UN-Woche in New York von Joe Biden im Weißen Haus empfangen wird. Sicher war das nicht, denn in Washington war registriert worden, wie in London der amerikanische Abzug aus Afghanistan kommentiert wurde. „Gaga“ gehörte noch zu den harmloseren Worten, die auf den Fluren des Regierungsviertels fielen. Das werde der Präsident „nicht vergessen“, wurde ein Mitarbeiter Bidens kürzlich in der Times zitiert.

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Nun soll das Treffen in der kommenden Woche doch stattfinden, auch weil der gerade verkündete Verteidigungspakt zwischen Amerika, Großbritannien und Australien („Aukus“) die Stimmung verändert hat. Über Nacht wurde aus dem schlechten Verbündeten Amerika wieder ein guter, und damit aus dem Kritiker Großbritannien wieder ein Anhänger.

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Quelle: F.A.S.
Jochen Buchsteiner - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Jochen Buchsteiner
Politischer Korrespondent in London.
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