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Alte weiße Monarchie?

EIN KOMMENTAR Von Livia Gerster
14.03.2021
, 12:11
Harry und Meghan: Alte weiße Monarchie?
Viele feiern Harry und Meghan nun als Kämpfer für eine gerechtere Welt. Doch ihr Angriff auf das britische Königshaus ist alles andere als ein Sturm auf die Bastille unter antirassistischen Vorzeichen.
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Mit Monarchen ist es ein bisschen wie mit Schallplatten: Keiner braucht sie mehr, und genau das macht ihren Reiz aus. Manche finden Trost im zuverlässigen Dauerlächeln der Queen, andere Unterhaltung in den Dramen hinter Palastmauern, aber letztlich ist die Monarchie vor allem ein teurer Spaß.

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Insofern ist es bezeichnend, mit welchem Ernst der britische Premier ebenso wie das Weiße Haus das Enthüllungsinterview von Harry und Meghan kommentierten. Der Vorwurf der königlichen Aussteiger hatte es nämlich in sich, obgleich er anonym ins Ungefähre zielt: Im Palast, so Harry und Meghan, sei man besorgt gewesen, wie schwarz ihr Kind werden würde. Auf dieses Stichwort hin verläuft der Konflikt nun in den üblichen Bahnen: Hier die alte weiße Monarchie, dort die in allen Farben der Zukunft schillernden Rebellen.

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Quelle: F.A.S.
Autorenbild/ Livia Gerster
Livia Gerster
Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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