FAZ plus ArtikelImpfmuffel in Amerika

Die neue Gefahr kurz vor dem Ziel

Von Majid Sattar, Washington
01.07.2021
, 06:38
Gegen Impfmuffel: Studenten werben im Juni in San Francisco in Stadtteilen mit geringer Impfquote für die Immunisierung.
Impfunwillige erschweren in Amerika den Kampf gegen die Pandemie. Gegner der Immunisierung sind oft eindeutig zuzuordnen. Angesichts der Delta-Variante verhängen einige Orte wieder eine Maskenpflicht.
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Die Behörden in Los Angeles County sehen sich zum Handeln gezwungen. Barbara Ferrer, die höchste Gesundheitsbeamtin des mit mehr als zehn Millionen Einwohnern größten Kreises der Vereinigten Staaten, teilte mit, dass punktuell steigende Infektionszahlen, eine weiterhin hohe Zahl an Ungeimpften, vor allem unter Afroamerikanern und Latinos, sowie die Sorge vor der Delta-Variante neue Richtlinien erforderlich machten. Sodann: Jeder Bürger – unabhängig von seinem Impfstatus – solle an öffentlichen Orten in geschlossenen Räumen wieder Maske tragen.

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In Amerika wird über die Coronavirus-Pandemie vielfach schon in der Vergangenheitsform gesprochen. In vielen Bundesstaaten sind Kontaktbeschränkungen Geschichte. In New York, dem zu Beginn der Pandemie am schwersten getroffenen Bundesstaat, wurden Mitte Juni, als 70 Prozent der Bevölkerung zumindest eine Covid-Impfung erhalten hatten, die meisten Beschränkungen aufgehoben – einschließlich der Maskenpflicht. Das Leben könne wieder beginnen, verkündete Gouverneur Andrew Cuomo. Nur für Ungeimpfte gilt noch die Richtlinie der Seuchenbekämpfungsbehörde CDC, wonach sie weiterhin Atemschutzmasken zu tragen hätten.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Sattar, Majid (sat.)
Majid Sattar
Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.
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