FAZ plus ArtikelTerror in Mali

Wenn Islamischer Staat und Al Qaida aufeinander losgehen

Von Thilo Thielke, Kapstadt
17.07.2020
, 16:15
Im Westen Afrikas versinken die Staaten in einem Strudel der Gewalt. Islamischer Staat, Al Qaida und ethnische Milizen kämpfen gegeneinander – in den Städten eskalieren Proteste.

Im Mai detonierte im Grenzgebiet der beiden westafrikanischen Staaten Mali und Burkina Faso eine in einem Lastwagen deponierte Bombe. Zu dem Anschlag bekannten sich die Terroristen des regionalen Ablegers des „Islamischen Staats“ (IS). Ungewöhnlich ist so etwas eigentlich nicht. Seit Jahren führen diese Dschihadisten in diversen Staaten der Sahel-Zone einen unbarmherzigen Krieg gegen jene, die sie als ihre Feinde ausgemacht haben.

An der Seite lokaler islamistischer Gruppen greifen sie die Truppen der betroffenen Staaten an, stürmen Hotels, in denen sich die Vertreter internationaler Organisationen oder Touristen befinden, oder massakrieren Dorfbewohner, die sich nicht unterwerfen wollen. Die Bombe im Mai aber galt militanten Islamisten: den Kämpfern des Terrornetzwerks Al Qaida. Offenbar tötete sie etliche bewaffnete Al-Qaida-Kämpfer.

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