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FAZ plus ArtikelJulia Timoschenko im Gespräch

„Die Sanktionen gegen den Aggressor sollten verstärkt werden“

Von Gerhard Gnauck
 - 06:34

Frau Timoschenko, im März vor fünf Jahren begann mit der blitzschnellen Besetzung und Annexion der Krim durch Russland ein neues Kapitel europäischer Geschichte. Wenn Sie damals Präsidentin der Ukraine gewesen wären: Was hätten Sie getan?

Ich hatte damals kein Amt inne, ich war ja gerade erst aus dem Gefängnis freigekommen. Aber heute erscheint mir ganz eindeutig: Das Erste, was die ukrainische Führung damals hätte tun sollen, wäre die Anrufung der Unterzeichnerstaaten des Budapester Memorandums von 1994 gewesen. Darunter sind Amerika, Großbritannien und, nicht zu vergessen, Russland. Das Memorandum hatte die Unverletzlichkeit der Grenzen der Ukraine garantiert. Es kam als Belohnung für den Verzicht der Ukraine auf die sowjetischen Atomwaffenbestände. So hätte die Staatengemeinschaft die Annexion der Krim verhindern können. Auch in den Vereinten Nationen hätte es Wege gegeben, um aktiv zu werden und ein mögliches russisches Veto zu umgehen, ähnlich wie 1950 zu Beginn des Korea-Kriegs.

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Quelle: F.A.Z.
Gerhard Gnauck
Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.
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