Befreiungsaktion

IS greift Gefängnis im Nordosten Syriens an

20.01.2022
, 23:14
Archivbild von 2017: Flagge des „Islamischen Staats“
Berichten zufolge haben Kämpfer der Terrormiliz IS einige Insassen aus einem syrischen Gefängnis befreit. Die Täter sollen zunächst eine Autobombe gezündet und dann das Sicherheitspersonal angegriffen haben.
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Die Dschihadisten-Miliz „Islamischer Staat“ (IS) hat im Nordosten Syriens ein Gefängnis angegriffen und möglicherweise eine große Zahl von Insassen befreit. Die kurdisch dominierten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) bestätigten am Donnerstag zunächst lediglich den Angriff auf das Gefängnis Ghwajran in der Stadt Hassakeh. Nach Angaben der in Großbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte kam eine unbekannte Zahl gefangener Dschihadisten frei.

Demnach explodierte eine Autobombe am Eingang des Gefängnisses und eine zweite Explosion ereignete sich in der Nähe, bevor IS-Kämpfer die kurdischen Sicherheitskräfte frontal angriffen. „Einer Reihe von Gefangenen ist die Flucht gelungen“, erklärte die Beobachtungsstelle ohne nähere Angaben zu machen. Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von einem Netz von Informanten vor Ort. Die Angaben der Organisation lassen sich von unabhängiger Seite oft kaum überprüfen, gelten jedoch als zuverlässig.

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Die SDF bestätigten, dass es einen Befreiungsversuch von IS-Kämpfern gab und dass dabei eine Autobombe zum Einsatz kam. Es sei dann Verstärkung zum Gefängnis entsandt und das Gebiet abgesperrt worden. Angaben zu möglichen Toten und Verletzten gab es zunächst nicht.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle überflogen Flugzeuge der US-geführten internationalen Anti-IS-Koalition anschließend das Gebiet und warfen Leuchtraketen in der Nähe des Gefängnisses ab. Ghwajran ist eines der größten Haftzentren, in denen IS-Kämpfer in Syrien untergebracht sind, wie der Direktor der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, der Nachrichtenagentur AFP sagte.

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Der IS war 2019 in Syrien und im Irak militärisch weitgehend besiegt worden. Seit der Zerschlagung ihres „Kalifats“ tauchten die verbliebenen Kämpfer ab oder zogen sich an entlegenere Orte zurück.

Quelle: AFP
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