IS-Terror

Mehr als 200 Christen in Syrien verschleppt

26.02.2015
, 10:40
Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat während einer Kampfpause in der syrischen Provinz Hassaka (dieses Bild wird auf einem militanten Netzwerk verbreitet)
Nach Angaben von Aktivisten haben Kämpfer der IS-Terrormiliz noch viel mehr assyrische Christen verschleppt als bisher bekannt. Bei Luftanschlägen der internationalen Koalition im Irak sollen indes führende IS-Mitglieder getötet worden sein.
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Kämpfer der Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) haben im Nordosten Syriens offenbar deutlich mehr Christen verschleppt als bislang angenommen. Mindestens 220 assyrische Christen seien in den vergangenen drei Tagen aus elf Dörfer in der Provinz Hassaka entführt worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag mit. Darunter sind laut Augenzeugen viele Frauen und Kinder. Zuvor waren die Aktivisten von 90 Entführten ausgegangen.

Kurdische Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten (YPG) versuchen nun gemeinsam mit assyrischen Milizen, die Terroristen zurückzudrängen.

Die Angaben der Beobachtungsstelle sind wegen des Bürgerkriegs in Syrien nicht zu überprüfen, sie verfügt im Land aber über ein dichtes Netz an Informanten, insbesondere unter Ärzten und Oppositionellen. Der IS kontrolliert große Teile des Nordirak und auch Gebiete im benachbarten Syrien.

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Der UN-Menschenrechtsrat wirft den Extremisten vor, systematisch Angehörige bestimmter ethnischer und religiöser Gruppierungen anzugreifen, um sie zu vernichten. Dazu gehörten Yeziden, Kurden, Turkmenen und Christen. Assyrische Christen machen etwa fünf Prozent der Bevölkerung Syriens aus.

Berichte: Führende IS-Mitglieder im Westen des Iraks getötet

Unterdessen sind bei massiven Luftanschlägen der internationalen Koalition im Westen des Iraks laut arabischen Medien mehrere führende Mitglieder der IS-Terrormiliz getötet worden.

Die Dschihadisten seien bei einem Treffen in der Nähe des Ortes Al Qaim etwa 350 Kilometer westlich von Bagdad ums Leben gekommen, berichtete die irakische Nachrichtenseite Al Mada am Donnerstag. Der Sender Al Arabija sprach von Dutzenden getöteten IS-Kämpfern. Al Qaim liegt an der Grenze zu Syrien. Die von den Amerikanern geführte Anti-IS-Allianz hatte ihren Kampf gegen die Terromiliz in den vergangenen Tagen verstärkt. Sie fliegt seit mehreren Monaten Luftangriffe auf Stellungen der Terroristen in Syrien und im Irak.

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Quelle: AFP/dpa
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