FAZ plus ArtikelIsrael und die Emirate

Große Hoffnung auf neue Märkte

Von Jochen Stahnke, Tel Aviv
17.12.2020
, 16:45
Im Schatten des politischen Bündnisses zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten entfaltet sich große wirtschaftliche Dynamik. Die Israelis blicken längst über Dubai hinaus.

Im Kibbuz Kfar Masaryk schicken sie Avocados jetzt auch nach Dubai. Im nahegelegenen Hafen Haifa werden Container verladen, die ein Frachter auf seiner Route nach Asien auf einem Zwischenstopp in den Vereinigten Arabischen Emiraten ablädt. Ende Oktober haben Israel und die Emirate ein Landwirtschaftsabkommen unterzeichnet, das auf das Normalisierungsabkommen beider Staaten folgte. Und nur wenige Tage später seien die ersten Anfragen von Importeuren am Golf gekommen, erzählt Eitan Zwi von Galil Export, einer Kooperative örtlicher Erzeuger aus Westgaliläa. „Wir stehen im Internet, der Kontakt ist leicht herzustellen.“ Seit einem Monat liegen Avocados, Grapefruits und Granatäpfel aus Nordisrael in Feinkostgeschäften in Dubai aus. Dafür musste Zwi nicht mal selbst an den Golf fliegen.

Er freut sich vor allem über die weiteren Möglichkeiten, die sich eröffnen. „Die Emirate sind ein kleines Land und kein großer Markt für uns“, sagt Zwi und fügt etwas an, das viele Unternehmer und Beobachter in Israel ganz ähnlich formulieren: „Aber die Emirate können für uns ein Sprungbrett nach Oman und Saudi-Arabien werden.“ Und wenn man am Golf erst anfange, Datteln aus Israel einzukaufen, dann erwartet Zwi ein Millionengeschäft.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Stahnke, Jochen
Jochen Stahnke
Politischer Korrespondent für Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien mit Sitz in Tel Aviv.
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