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Nach Raketenangriff

Israels Luftwaffe beschießt Ziele im Gazastreifen

 - 11:20
Ein Palästinenser im südlichen Gazastreifen an einem der Orte, den die israelische Luftwaffe angegriffen hat.

Nach einem Raketenangriff militanter Palästinenser aus dem Gazastreifen hat Israels Luftwaffe am Montag mehrere Ziele in dem Küstenstreifen beschossen. Kampfjets und ein Hubschrauber hätten Ziele der im Gazastreifen herrschenden Hamas in einem Militärcamp im Norden des Palästinensergebiets angegriffen, teilte die Armee mit. Es gab zunächst keine Berichte zu möglichen Opfern.

Israels Militär reagierte damit auf eine Raketenattacke auf sein Gebiet. Nach Sirenengeheul in der Küstenstadt Aschkelon habe Israels Raketenabwehr Iron Dome (Eisenkuppel) das Geschoss abgefangen, hieß es in einer Mitteilung.

Gefährliche Eskalation

Bereits am Sonntag hatten israelische Kampfhubschrauber zwei Hamas-Stützpunkte im Gazastreifen angegriffen. Zuvor war ein Flugobjekt aus dem Palästinensergebiet auf die israelische Seite geschickt worden. Nach Angaben der Armee hatten militante Palästinenser einen Sprengsatz an mehrere Ballons gebunden.

Im November war der Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinenserorganisationen in dem blockierten Küstenstreifen gefährlich eskaliert. Fast 500 Raketen und Mörsergranaten wurden auf Israel abgefeuert. Dabei wurde ein Mann in Israel getötet, bei heftigen israelischen Gegenangriffen kamen sieben Palästinenser ums Leben. Eine von Ägypten vermittelte Waffenruhe hatte seitdem weitgehend gehalten.

Die Hamas wird von Israel, den Vereinigten Staaten und der EU als Terrororganisation eingestuft. Israel hat vor mehr als zehn Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verhängt, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen dies mit Sicherheitsinteressen. Im Gazastreifen leben rund zwei Millionen Menschen unter schwierigen Bedingungen. Es mangelt unter anderem an Trinkwasser und Strom.

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Nach Eskalation
Feuerpause im Gazastreifen

Bolton sichert Israel fortwährende Unterstützung zu

Unterdessen sicherte der amerikanische Sicherheitsberater John Bolton Israel und weiteren Verbündeten am Sonntag die fortwährende Unterstützung der Vereinigten Staaten auch nach einem Abzug amerikanischer Truppen aus Syrien zu. Ein Abzug aus dem Nordosten Syriens solle so geschehen, dass die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) geschlagen sei „und sich nicht wieder erholen und erneut eine Bedrohung werden kann“, sagte Bolton nach einem Treffen mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu.

Bolton sagte, man wolle „die Verteidigung Israels und unserer anderen Freunde in der Region absolut sicherstellen und sich auch um jene kümmern, die mit uns gegen IS und andere Terrorgruppen gekämpft haben“.

Unter Präsident Donald Trump und Netanjahu sei die Beziehung der Vereinigten Staaten mit Israel „die beste in unserer Geschichte“, sagte Bolton. Er warf Iran vor, weiterhin den Bau von Atomwaffen anzustreben. „Die Vereinigten Staaten und Israel sind strategisch verpflichtet, dies zu verhindern.“ An der Unterstützung der Vereinigten Staaten für Israels Recht auf Selbstverteidigung könne kein Zweifel bestehen, betonte Bolton.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dankte Bolton und forderte die Vereinigten Staaten und andere Länder abermals dazu auf, die annektierten Golanhöhen als Teil Israels anzuerkennen. Er kündigte an, er wolle am Montag mit Bolton die Golanhöhen besuchen – falls das Wetter dies erlaube. Bei einem Besuch des Plateaus werde Bolton „vollkommen verstehen, warum wir die Golanhöhen niemals verlassen werden und warum es so wichtig ist, dass andere Länder dies anerkennen“, sagte Netanjahu.

Seit dem Sechs-Tage-Krieg hält Israel einen Großteil der zwischen Israel und Syrien gelegenen Golanhöhen besetzt, 1981 folgte die Annexion des Gebiets. Die internationale Gemeinschaft erkennt die Annexion nicht an.

Quelle: dpa/AFP
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