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FAZ plus ArtikelRechtspopulisten in Südtirol

Zurück nach Padanien

Von Matthias Rüb, Rom
 - 21:00

Jetzt also auch in Südtirol: In Italiens Musterland der Autonomie regiert künftig die rechtsnationalistische Lega mit. Darauf hat sich die christdemokratische Südtiroler Volkspartei (SVP) mit der Partei des stellvertretenden Ministerpräsidenten und Innenministers Matteo Salvini am Donnerstag offiziell geeinigt. Tags zuvor war Salvini noch in Warschau, um weiter am Bündnis „souveränistischer“ Rechtsparteien für die Europawahlen unter dem Dach der „Bewegung für ein Europa der Nationen und der Freiheit“ zu schmieden.

Der Eintritt der Lega in eine Koalition mit der SVP ist ein Einschnitt in der Geschichte der autonomen Provinz Südtirol (italienisch Alto Adige). Seit den ersten Nachkriegswahlen von 1948 hat die SVP in der mehrheitlich deutschsprachigen Provinz, die man dort ganz offiziell „Land Südtirol“ nennt, ununterbrochen regiert. Die SVP-Landeshauptmänner Silvius Magnago und Luis Durnwalder waren Landesväter aus knorrigem Südtiroler Holz, die es zusammen – von 1960 bis Anfang 2014 – auf mehr als ein halbes Jahrhundert Regierungszeit brachten. Seither herrscht im Bozener Palais Widmann Arno Kompatscher, der schon bald für eine zweite Amtsperiode von fünf Jahren vereidigt werden soll. Mit ihrem Spitzenkandidaten Kompatscher hatte die SVP bei den Regionalwahlen vom 21. Oktober mit 41,9 Prozent der Stimmen ihr schlechtestes Ergebnis erreicht und war von 17 auf 15 der insgesamt 35 Mandate im Bozener Landtag abgerutscht.

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Quelle: F.A.Z.
Matthias Rüb
Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.
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