Kampf gegen IS-Miliz

Irakische Truppen erobern die Stadt al Bagdadi zurück

07.03.2015
, 05:09
Truppen der irakischen Regierung bereiten im Süden von Tikrit eine Offensive vor.
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Die Offensive der irakischen Armee zwingt IS-Kämpfer zum Rückzug. Die Terrormiliz versucht, sich mit Selbstmordattentaten und Hunderten von Sprengfallen zur Wehr zu setzen.
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Im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) haben irakische Truppen Erfolge erzielt. Wie das amerikanische Militär am Freitag mitteilte, vertrieben Iraks Streitkräfte die Extremisten aus der Stadt al Bagdadi. Unterstützt wurden sie demnach dabei von Stammeskämpfern aus der westlichen Provinz Anbar und Luftangriffen der Anti-IS-Allianz. Während der jüngsten Offensive vom 22. Februar bis zum 6. März habe die internationale Koalition unter Führung des amerikanischen Militärs 26 Luftangriffe geflogen.

Den Kämpfern am Boden sei es dabei unter anderem gelungen, drei Brücken über den Euphrat zurückzuerobern. Diese seien seit September unter IS-Kontrolle gewesen. Darüber hinaus sei es der irakischen Armee gelungen, IS-Kämpfer aus sieben Dörfern im Nordwesten al Bagdadis in Richtung der Stadt Haditha zu drängen.

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Irak
Irakische Armee erobert al Bagdadi zurück

IS wehrt sich mit Sprengfallen

In der Gegend hatte es seit längerem heftige Gefechte zwischen Truppen der Regierung und den sunnitischen Extremisten gegeben. Al Bagdadi liegt rund 120 Kilometer westlich der Hauptstadt Bagdad. Auf dem nahen Militärflugplatz al Asad trainieren amerikanische Ausbilder irakische Soldaten.

Die irakische Regierung hat für ihre Offensive nach eigenen Angaben rund 30.000 Mann mobilisiert, neben der Armee vor allem Kämpfer schiitischer Milizen. Der Vormarsch war in den vergangenen Tagen nur langsam vorangekommen. Der IS versucht, die Offensive vor allem mit Selbstmordattentätern und Hunderten von Sprengfallen aufzuhalten.

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UN verurteilt Zerstörung von Nimrud

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon verurteilte derweil die Zerstörung der jahrtausendealten Stadt Nimrud im Norden des Landes durch den IS. Er sei zutiefst verstört von dieser Tat, sagte Ban laut Mitteilung in New York. Politische und religiöse Machthaber in der Region rief er dazu auf, die Tat ebenso zu verurteilen. „Die absichtliche Zerstörung unseres gemeinsamen kulturellen Erbes ist ein Kriegsverbrechen und ein Angriff auf die Menschlichkeit.“

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Terrorgruppe im Irak
IS zerstört antike Stadt Nimrud

Nimrud ist eine bedeutende assyrische Ruinenstätte knapp 40 Kilometer südlich der IS-Hochburg Mossul. Nach Angaben des irakischen Altertumministeriums hatten die Extremisten die Stadt am Donnerstag überrannt und damit begonnen, die antike Stätte mit schwerem Gerät zu zerstören. Dort stehen Überreste von Palästen und einzigartige Torhüterfiguren sowie geflügelte Stierkörper mit Menschenköpfen. Die historische Stadt wurde um 1270 vor Christus gegründet und war zeitweilig die Hauptstadt Assyriens.

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Quelle: dpa/AFP/Reuters
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