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FAZ plus ArtikelLockerungen in Frankreich

Noch nachts das erste Glas Wein auf dem Boulevard

Von Michaela Wiegel, Paris
Aktualisiert am 02.06.2020
 - 16:11
Mit der Öffnung der Gastronomie, hier das Café de Flore in Paris am Dienstag, kehrt in Frankreich wieder ein wenig Normalität ein.
Nach zweieinhalb Monaten zelebrieren viele Franzosen die Öffnung der Gastronomie wie ein Großereignis. Doch es gelten harte Auflagen – und Präsident Macron steht wegen seines Krisenmanagements weiter in der Kritik.

Am Boulevard Saint-Germain ist am Dienstag ein Stück Pariser Normalität zurückgekehrt. Vor dem „Café de Flore“ und „Les Deux Magots“ sitzen Gäste im Sonnenschein, Kellner mit Mundschutz und Plastikhandschuhen laufen geschäftig zwischen den weit auseinanderstehenden Tischen. In der gesamten Hauptstadtregion haben Cafés, Bistros und Restaurants wieder geöffnet – allerdings nur auf den Außenterrassen. Einige besonders sehnsüchtige Kunden fanden sich schon um Mitternacht ein, um in der lauen Frühsommernacht auf das Ende der Schließungen mit einem Glas Wein anzustoßen.

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat allen Gaststätten erlaubt, bis Ende September Tische und Stühle auf die Trottoirs zu stellen. Die Inhaber mussten nur einen Antrag stellen und sich verpflichten, das Ruhebedürfnis der Anwohner zu respektieren und um 22 Uhr zu schließen. „Paris soll wieder ein Fest sein“, sagte Hidalgo, die sich Ende Juni um ihre Wiederwahl als Bürgermeisterin bewirbt. Sie jubelte darüber, dass die lange geschlossenen Parks und Grünanlagen wieder frei betreten werden können. Sie achte darauf, dass es den Fußgängern durch die neuen Café- und Restaurantbereiche auf der Straße nicht an Platz fehle, versprach sie.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Wiegel, Michaela
Michaela Wiegel
Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.
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