FAZ plus ArtikelMigration in die USA

Luxus ist, wenn der Sohn ein paar Dollar schickt

Von Tjerk Brühwiller, Puerta del Pinal
15.01.2022
, 16:16
Die Bewohner von Puerta del Pinal bessern die Naturstraße aus, die in ihre Gemeinde führt, um nicht von der Außenwelt abgeschnitten zu sein.
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Bei den Bergbauern Guatemalas wächst wegen des Klimawandels kaum noch etwas. Die Jungen lassen sich in die USA schleusen, um ihre Familien vor dem Hunger zu bewahren.
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Hat Genovevo sich auf den Weg in die Vereinigten Staaten gemacht? Maria Rosalina Suchité weiß es nicht. Seit Tagen hat sie nichts von ihrem zweitältesten Sohn gehört. Die Angst, sie könnte ihn verlieren, verfolgt sie ständig. Gleichzeitig hofft sie, er könne es schaffen. So wie ihr ältester Sohn, der in Texas lebt und ihr hin und wieder ein paar Dollars schickt.

Satt wird die Familie Suchité trotzdem nicht. Auch nicht an diesem Tag. In einer Schüssel weicht Maria den Mais ein, den sie zu Tortillas verarbeiten und über dem offenen Feuer backen wird. Die Maisfladen sind das tägliche Brot der neunköpfigen Familie. Nur selten landet etwas anderes auf dem Teller. Die Hühnerfüße, die Maria erstanden hat und heute zusammen mit einigen Kräutern im Topf über der Feuerstelle zu einer dünnen Suppe verkocht, sind fast schon ein Festmahl.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Brühwiller, Tjerk
Tjerk Brühwiller
Korrespondent für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.
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