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Türkis-Grün hält trotz Streit zusammen

Von Stephan Löwenstein, Wien
29.07.2021
, 15:42
Mal ganz entspannt im Grünen: Kanzler Kurz und sein Vize Kogler am Mittwoch
Eine politische Liebesheirat war es von Anfang an nicht. Und die Pandemie hat auch nicht zur Entspannung innerhalb der österreichischen Regierung beigetragen. Warum die Koalition trotzdem zusammenhält.

Als um den Jahreswechsel 2019/20 in Österreich eine Koalition aus der christlich-demokratischen ÖVP und den Grünen gebildet wurde, hat man in Deutschland genau hingesehen. Schließlich war schon da abzusehen, dass demnächst auch in Berlin über eine solche Konstellation geredet werden könnte. Freilich sind die Verhältnisse unterschiedlich, was sich schon in der Äußerlichkeit der Bezeichnung ausdrückt: „Türkis-Grün“.

Die „türkise“ ÖVP unter Sebastian Kurz ist konservativer und weiter rechts im politischen Spektrum positioniert als die CDU/CSU nach anderthalb Jahrzehnten Merkel-Kanzlerschaft. Die Grünen wiederum traten zur Wahl 2019 nicht mit einer Kanzlerkandidatin an, sondern als außerparlamentarische Kraft, die dann allerdings mit Werner Kogler an der Spitze fulminant wieder in den Nationalrat einzog.

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Autorenportät / Löwenstein, Stephan
Stephan Löwenstein
Politischer Korrespondent mit Sitz in Wien.
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