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FAZ plus ArtikelKrieg in Libyen

Europa braucht Geduld und Konsequenz

EIN KOMMENTAR Von Christoph Ehrhardt
 - 07:42
Hält der in Berlin versprochene Waffenstillstand? Tripolis nach einem Luftangriff im Dezember 2019

Seit Jahren wirkt Libyen wie ein hoffnungsloser Fall. Ein ölreiches Land, zerrissen von Machtkämpfen, beherrscht von Milizen, Schlachtfeld erbitterter Stellvertreterkonflikte, Rückzugsort für dschihadistische Terroristen und Drehscheibe für das Schleusergeschäft mit afrikanischen Migranten. Ein Land, das Anarchie und Zerstörung wie ein Magnet anzieht.

Die Bundeskanzlerin hat die Zukunft Libyens aus guten Gründen zu einem vordringlichen Thema deutscher Außenpolitik erhoben. Trotz aller gebotenen Skepsis besteht durchaus Hoffnung. Zumal die Europäer, die mit Sorge auf Libyen blicken, nicht ganz unbeteiligt an der Selbstzerstörung des Landes sind. Es ist höchste Zeit für sie, den Beweis anzutreten, dass sie Willens und in der Lage sind, in Libyen Verantwortung zu übernehmen, eine gemeinsame Haltung zu finden und ihre Interessen mit der nötigen Geduld und Konsequenz durchzusetzen.

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Quelle: F.A.Z.
Christoph Ehrhardt  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Christoph Ehrhardt
Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.
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