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Konflikt in Libyen

Ein Schlüssel zu vielem

EIN KOMMENTAR Von Klaus-Dieter Frankenberger
Aktualisiert am 13.01.2020
 - 08:35
Es ist richtig und notwendig, dass Kanzlerin Merkel Libyen so große Aufmerksamkeit widmet. Das Land zu stabilisieren, liegt auch im europäischen Interesse.

Wenn die Waffenruhe in Libyen hält und wenn auch die Kampfpause in Syrien nicht nur Taktik ist, sind das gute Nachrichten von diesen beiden Schauplätzen des Krieges und der Zerstörung in unmittelbarer Nachbarschaft Europas. Es spricht allerdings Bände, dass die Präsidenten Putin und Erdogan nicht ganz unbeteiligt daran waren, dass die Pausen zustande gekommen sind.

Entweder sehen sie ihre militärischen Ziele als erfüllt an, oder sie versprechen sich einen anderen Vorteil davon. Die Türkei will als Regionalmacht ihr Profil schärfen, was, wenn auch zu einem hohen Preis, ihr durchaus zu gelingen scheint; Russland führt sich als die Macht auf, an der niemand vorbeikommt. Der Besuch der Bundeskanzlerin in Moskau bestätigt das. Ohne die russische Militärintervention säße der Diktator Assad nicht wieder so fest im Sattel. Den Preis dafür haben Millionen Syrer bezahlt, viele mit dem Leben.

Es ist richtig und notwendig, dass Merkel Libyen so große Aufmerksamkeit widmet. Das Land ist schon jetzt ein gescheiterter Staat; eigentlich kann man von „Staat“ kaum reden. Zerfiele es vollends, brauchte man nicht lange darüber zu rätseln, wo auch künftig die großen Migrationsströme entlangführen werden.

Libyen muss stabilisiert werden, das liegt im europäischen Interesse. Irgendwann wird zu entscheiden sein, ob die Ausbildung der libyschen Küstenwache genügt und ob man sich bei einem Schlüsselthema europäischer Sicherheit anderen Mächten ausliefern will.

Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Frankenberger, Klaus-Dieter
Klaus-Dieter Frankenberger
verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.
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