FAZ plus ArtikelKrieg in der Ukraine

Leben in einem besetzten Dorf

Von Konrad Schuller, Krywyj Rih
16.08.2022
, 12:00
Olena Kompanez, Dorfvorsteherin von Archanhelske, mit ihrem Mann Viktor in ihrer vorübergehenden Wohnung in Krywyi Rih
Ein kleines Dorf im Süden der Ukraine ist von Putins Truppen besetzt. Wer konnte, floh. Die wenigen, die noch da sind, leben unter einer Gewaltherrschaft. Vier Zeugen erzählen von ihrem Alltag.
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In Archanhelske geht keiner mehr ans Telefon. Bevor Mitte März die Russen kamen, waren sie mehr als zweitausend im Dorf, jetzt sind sie vielleicht noch zwei Dutzend. Und die heben nicht mehr ab. Entweder sie haben Angst, oder die Russen haben ihnen das Telefon weggenommen.

Die anderen sind jetzt überall, wo es keine Russen gibt. In Polen, in Deutschland, bei Verwandten oder in den provisorischen Unterkünften von Krywyj Rih. Krywyj Rih, das ist eine endlose Ansammlung von Bergwerken und Stahlhütten in der südlichen Ukraine mit Wohnblocks und Arbeiterkaten drum herum. Für die Flüchtlinge aus Archanhelske ist es die erste erreichbare Großstadt ohne Russen. Archanhelske, ihr Dorf, liegt jetzt in einer anderen Galaxis.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Schuller, Konrad
Konrad Schuller
Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.
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