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FAZ plus ArtikelSyrien-Krieg

Bis zum bitteren Ende

EIN KOMMENTAR Von Christoph Ehrhardt, Beirut
Aktualisiert am 07.11.2019
 - 09:07
Kinder in einem syrischen Flüchtlingslager nahe der syrisch-türkischen Grenzezur Bildergalerie
Wer Einfluss auf Assad nehmen will, muss dessen Sprache sprechen. Putin und Erdogan tun das. Europa aber hat diese Art zynischer Machtpolitik hinter sich gelassen. Und kann deshalb wenig tun, um den Krieg zu verkürzen.

Es wirkt wie aus der Zeit gefallen. Als wären sie noch Zar und Sultan, teilen sich Putin und Erdogan den Norden Syriens auf, treiben politischen Handel mit Umsiedlungsprojekten, ethnischen Säuberungen und Schutzherrschaft. Zugleich lässt Donald Trump Ölfelder wie Kriegsbeute von seinem Militär bewachen. Was derzeit in Syrien vor sich geht, muss Europa befremden: Diese Art zynischer Machtpolitik hat es hinter sich gelassen.

Nur kann Europa Syrien nicht einfach den Rücken kehren. Schon die Menschlichkeit gebietet es zu versuchen, das Leid der Bevölkerung zu mindern, auf deren Rücken andere ihre Machtkämpfe austragen. Und gerade Europa ist betroffen, wenn eine neue Flüchtlingswelle losgetreten wird oder Dschihadisten in den Wirren des Krieges ungestört Anschläge planen können.

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Quelle: F.A.Z.
Christoph Ehrhardt  - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Christoph Ehrhardt
Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.
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