FAZ plus ArtikelKrieg um Karabach

Warum beide Seiten auf Gewalt setzen

Von Reinhard Veser
22.10.2020
, 10:19
Ein armenischer Soldat in einem Schützengraben an der Front im Karabach-Krieg am 21. Oktober
Die Chancen für ein Ende der Kämpfe zwischen Aserbaidschan und Armenien sind gering. In Aserbaidschan dringen Vertriebene auf Rückkehr, und Armenien fürchtet um seine Existenz.
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Zwei Mal seit Beginn des Krieges um Nagornyj Karabach Ende September ist eine Waffenruhe vereinbart worden, und beide Male dauerte es nach ihrer Verkündung nur wenige Stunden, bis Armenien und Aserbaidschan einander gegenseitig deren Bruch vorwarfen. Kaum etwas deutet derzeit darauf hin, dass es zu einem baldigen Ende der Kämpfe kommen könnte.

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„Unsere Überlegenheit auf dem Schlachtfeld ist kein Geheimnis mehr“, sagte Aserbaidschans Diktator Ilham Alijew in einer Rede an das Volk am Dienstagabend. „Wir kämpfen auf unserem eigenen Land.“ Aserbaidschan werde damit weitermachen, und Armenien müsse „sich aus den besetzten Gebieten zurückziehen, bevor es zu spät ist“, so Alijew. Schon seit Jahren beharrt er darauf, dass Aserbaidschan ein Recht auf eine militärische Lösung des Konflikts habe. Über internationale Vermittlungsbemühungen spricht er selten, ohne im selben Satz deren Ergebnislosigkeit zu beklagen.

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Quelle: F.A.Z.
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Reinhard Veser
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