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FAZ plus ArtikelÜber 100 ermordete Politiker

Mexikos blutiger Wahlkampf

Von Tjerk Brühwiller, Mexiko-Stadt
 - 06:37

Fernando Purón war Kandidat für einen Sitz im Abgeordnetenhaus. Als der Bürgermeister der nordmexikanischen Grenzstadt Piedras Negras in der vergangenen Woche eine Wahlkampfveranstaltung verließ, kam ein Unbekannter mit einer Baseballmütze von hinten auf ihn zu, zückte eine Pistole und streckte den Politiker eiskalt nieder. Warum Purón ermordet wurde, ist unbekannt. Möglicherweise hatte er eine Rechnung mit dem Drogenkartell „Los Zetas“ offen. Auf dem Podium hatte er gesagt, dass er die Stadt dem Kartell entrissen habe.

Die Bilder der Tat, die von einer Sicherheitskamera aufgenommen wurden, gehen durch die Medien und halten den Mexikanern vor Augen, was in ihrem Land vor sich geht. Purón ist nicht der erste Politiker, der in diesem Wahlkampf ermordet wurde, und er dürfte auch nicht der letzte gewesen sein. Über 3400 Ämter werden am 1. Juli neu besetzt, die meisten auf lokaler Ebene. Es ist der größte Wahlgang aller Zeiten. Und der blutigste: Mehr als 110 Politiker wurden seit dem vergangenen September ermordet. Hunderte weitere wurden bedroht oder sind Opfer anderer Aggressionen geworden.

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Quelle: F.A.Z.
Tjerk Brühwiller
Berichterstatter für Lateinamerika mit Sitz in São Paulo.
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