Amnestie

Myanmar lässt auf ASEAN-Druck Tausende politische Gefangene frei

19.10.2021
, 05:55
Myanmar, Yangon: Eine weinende Mutter umarmt ihre Tochter, die im Zuge der Amnestie aus dem Insein-Gefängnis entlassen wurde.
Unter den 5600 aus der Haft Entlassenene ist auch der Parteisprecher der bisherigen De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi. Zuvor hatte der Verband Südostasiatischer Nationen ASEAN die Militärführung von seinem Gipfel ausgeschlossen.
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Die Militärregierung Myanmars hat auf Druck des Verbands Südostasiatischer Nationen (ASEAN) mehr als 5600 politische Gefangene freigelassen. Unter ihnen befand sich auch der Parteisprecher der bisherigen De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi. „Sie kamen heute zu mir und sagten, dass sie mich nach Hause bringen werden, das ist alles,“ sagte er nach mehr als acht Monaten im berüchtigten Insein-Gefängnis. Weitere politische Gefangene, darunter Parlamentarier und Journalisten, wurden in anderen Städten wie Mandalay, Lashio, Meiktila und Myeik freigelassen.

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Das Militär ringt um Ansehen

Fotos und Videos in den sozialen Medien zeigten Häftlinge, die weinende Familienmitglieder in die Arme schlossen. Der Sprecher der Gefängnisbehörde Myanmars und ein Sprecher der Junta waren nicht sofort für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Amnestie wurde von einigen Aktivisten als ein Schachzug der Militärs bezeichnet, um das internationale Ansehen wiederherzustellen. General Min Aung Hlaing, der das südostasiatische Land seit dem Putsch am 1. Februar führt, war zuvor in einem für den Verband ungewöhnlichen Schritt vom ASEAN-Gipfel ausgeschlossen worden.

Quelle: Reuters
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