Nach Umsturz

Merkel und Maas sagen Sudan Unterstützung zu

Aktualisiert am 03.09.2019
 - 13:31
Heiko Maas am Dienstag mit dem Außenminister Sudans Omer Dahab
Sudan brauche in dieser Phase die Unterstützung Deutschlands und Europas, sagt Außenminister Maas in Khartum. Kanzlerin Merkel verspricht, Deutschland werde sich als verlässlicher Partner erweisen.

Wenige Wochen nach dem Umsturz im Sudan hat Bundesaußenminister Heiko Maas dem drittgrößten afrikanischen Land Unterstützung auf dem Weg in eine demokratische Zukunft zugesagt. „In dieser Phase braucht dieses Land und braucht die neue politische Führung die Unterstützung Deutschlands und Europas“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag in der sudanesischen Hauptstadt Khartum. Er ist der erste Außenminister, der das Land seit dem Sturz des langjährigen Staatschefs Omar al-Baschir im April besucht.

Al-Baschir hatte das streng islamische Land 30 Jahre lang mit harter Hand regiert und war nach monatelangen Protesten gestürzt worden. Vor knapp zwei Wochen wurde eine von Militärrat und Opposition gebildete Regierung vereidigt, die von Ministerpräsident Abdullah Hamduk geführt wird.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sicherte Hamduk am Montag in einem Glückwunschschreiben ebenfalls Unterstützung zu. „Deutschland wird Ihnen als verlässlicher Partner zur Seite stehen, wenn es darum geht, inneren Frieden und Entwicklung in Ihrem Land, aber auch der gesamten Region zu sichern“, schrieb sie. „Ich möchte Sie ermutigen, mit viel Ausdauer und Umsicht die Brücke zur Überwindung der inneren Differenzen zu sein und zur Aussöhnung aller Sudanesinnen und Sudanesen beizutragen.“

Am Dienstagabend reist Maas in den Kongo weiter. Dort will er sich unter anderem ein Bild von der größten UN-Friedensmission Monusco und vom Kampf gegen die Ebola-Seuche machen. Die Epidemie wütet seit rund einem Jahr vor allem in den Provinzen Nord-Kivu – wo Maas Station machen wird – und Ituri im Osten des Landes. Trotz aller Bemühungen zur Eindämmung sind mittlerweile mehr als 3000 Menschen erkrankt.

Quelle: dpa
  Zur Startseite
Verlagsangebot
Verlagsangebot