Auf den Pfaden des IS

Britische Islamistin will einen Soldaten enthaupten

22.08.2014
, 17:37
Die britische Islamistin Khadijah Dare in einem Fernsehbericht
Die britische Islamistin Khadijah Dare lobt bei Twitter die Enthauptung des amerikanischen Journalisten James Foley – und kündigt an, selbst einmal einen Soldaten hinrichten zu wollen.

Khadijah Dare kommt aus London. Sie ist Dschihadistin und will in die Geschichte eingehen. Als erste Gotteskriegerin, die einen ungläubigen Soldaten enthauptet.

Dare ist 22 Jahre alt. Es wird vermutet, dass sie als Jugendliche begann, sich für den Islam zu begeistern. Verbrieft ist, dass sie vor vier Jahren konvertierte. Wann ihre Radikalisierung begann, ist ungewiss. Sie gilt als Anhängerin des islamistischen Zentrums in Lewisham im Südosten Londons. Die Einrichtung wird mit der Ermordung des britischen Soldaten Lee Rigby in der britischen Hauptstadt im vergangenen Jahr in Verbindung gebracht, schreibt der Daily Mirror. Vor zwei Jahren wanderte Dare gemeinsam mit ihrem Ehemann Abu Bakr, einem Kämpfer der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS), nach Syrien aus.

Einen Tag nach der Enthauptung des amerikanischen Journalisten James Foley, lobte Dare, die Mutter eines vierjährigen Sohnes ist, zunächst die Hinrichtung Foleys und offenbarte anschließend, selbst einmal einen Soldaten enthaupten zu wollen, berichtet der britische Telegraph. Das schrieb sie unter dem Namen ­Muhajirah fi Sham beim Kurznachrichtendienst Twitter, auf ihrem Profilbild zeigt sie ihren Sohn Isa (deutsch: Jesus), wie er eine Kalaschnikow AK-47 in den Händen hält.

„Schande über alle!“

Schon in der Vergangenheit drängte die Britin immer wieder andere Frauen aus London, sich ihr in Syrien anzuschließen. „Niemand ist gekommen, außer einer 18 Jahre alten Schwester. Schande über alle, die ausgefallenes Essen und Kleidung lieben, aber nicht die Hidschra machen“, schreibt sie bei Twitter.

In einer Dokumentation des britischen Fernsehsenders Channel 4 sieht man Dare, die sich selbst Maryam nennt, wie sie mit einer Kalaschnikow schießt. Nach England zurückkehren will sie nicht mehr – denn sie sei nach Syrien gekommen, um zu bleiben.

Quelle: FAZ.NET
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